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Nachhilfe Wow

Für Familien, die einen Blauen Brief bekommen haben

Der Blaue Brief

Ein Brief der Schule, dass die Versetzung gefährdet ist, erschreckt. Er ist aber vor allem eine Frist: Zwischen Brief und Zeugniskonferenz liegen in Nordrhein-Westfalen mindestens zehn Wochen — genug Zeit, um eine Note zu drehen, wenn man sie richtig nutzt.

Was die Schule mitteilen muss

Sind die Leistungen eines Kindes in einem Fach so abgesunken, dass die Versetzung gefährdet ist, benachrichtigt die Schule die Eltern schriftlich — spätestens zehn Wochen vor dem Versetzungstermin. Stand die Gefährdung schon im Halbjahreszeugnis, steht dort ein entsprechender Vermerk. Umgangssprachlich heißt diese Mitteilung Blauer Brief.

Fehlt die Mitteilung, darf die Schule die schwache Leistung in diesem Fach bei der Versetzung nicht berücksichtigen. Hätte sie für zwei Fächer warnen müssen, bleibt nur eine der beiden Noten unberücksichtigt.

Quelle

Schulgesetz NRW § 50 Abs. 4 und Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I). Maßgeblich ist die Fassung, die für das laufende Schuljahr gilt.

Zehn Wochen, sinnvoll aufgeteilt

  1. 1

    Woche 1: Gespräch mit der Fachlehrkraft

    Fragen Sie, welche Arbeiten und Tests bis zur Zeugniskonferenz noch kommen und was sie abfragen. Das ist die wichtigste Information überhaupt.

  2. 2

    Woche 1–2: Lücken finden

    Nicht den aktuellen Stoff wiederholen, sondern prüfen, welche Grundlage fehlt. In Mathe liegt sie oft zwei Schuljahre zurück.

  3. 3

    Woche 2–8: fester Rhythmus

    Zweimal pro Woche 60 Minuten wirken mehr als ein langer Samstag. Jede Stunde beginnt mit dem, was in der Schule gerade dran ist.

  4. 4

    Woche 9–10: Arbeit vorbereiten

    Aufgaben im Format der Klassenarbeit, auf Zeit, mit Auswertung. Wer das Format kennt, verliert weniger Punkte an Nervosität.

Wenn es trotzdem nicht reicht

Wer nicht versetzt wird, weil genau eine Note von mangelhaft auf ausreichend fehlt, kann ab Klasse 7 eine Nachprüfung ablegen — in der letzten Woche vor Beginn des neuen Schuljahres. Wie sich die Sommerferien dafür nutzen lassen, steht im Beitrag Nachprüfung und Ferienlernen.

Ob eine mangelhafte Note durch eine bessere in einem anderen Fach ausgeglichen werden kann, hängt von der Schulform ab. Die Klassenlehrkraft kann Ihnen sagen, welche Ausgleichsregel an Ihrer Schule gilt.

Kurz gefragt

Heißt ein Blauer Brief, dass mein Kind sitzenbleibt?
Nein. Er heißt, dass die Versetzung gefährdet ist. Viele Kinder holen die Note in den verbleibenden Wochen auf, besonders wenn nur ein Fach betroffen ist.
Wir haben keinen Brief bekommen, aber die Note ist schlecht. Was gilt?
Fehlte die vorgeschriebene Mitteilung, darf die Leistung in diesem Fach bei der Versetzung nicht berücksichtigt werden. Sprechen Sie in diesem Fall mit der Schulleitung.
Lohnt Nachhilfe so kurzfristig?
Ja, wenn sie gezielt ist: auf die kommenden Arbeiten und die eine Grundlage, die fehlt. Zehn Wochen reichen nicht für alles, aber meist für eine Notenstufe.

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Sagen Sie uns Stadtteil, Klasse, Fach und wann es passt. Wir melden uns, schauen auf den Lernstand und schlagen eine Lehrkraft vor, die sich mit den NRW-Prüfungen auskennt.

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  • Keine Anfahrt, keine Bindung im Erstgespräch

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